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Der Klettergarten bekommt ein neues Gesicht

Warum eigentlich?

Interview mit Maik Hesse vom 21. April 2021

Oliver Knorre Foto Maik Interview

Maik und ich treffen uns normalerweise im Klettergarten zum Klettern. Der ist jedoch derzeit nicht immer geöffnet, bekommt ein neues Gesicht und ein privates Treffen ist zu Corona-Zeiten schwierig. Die Frage, warum wird der Klettergarten mit festen Zäunen "verbarrikadiert", beschäftigt mich schon länger. Maik war schnell bereit, als Vorstandsmitglied über das Vereins-Projekt zu sprechen. Digital plauderten wir über das neue Gesicht des Klettergartens.

Maik, bestimmt fragen sich viele Kletterer und Klettersteiggeher: wie kam es zu der Idee unseren Klettergarten einzuzäunen?

Die Idee dazu ist schon etwas älter. Der Vorstand ist sich hier einig, dass es einen solchen Glücksfall mit Sonja und Horst nicht mehr geben wird. Die beiden leben seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den Klettergarten, sieben Tage in der Woche. Durch die Erkrankung von Sonja brachen das Engagement, die Kontrolle und damit auch die Einnahmen weg. Der Grundgedanke war, dass man irgendetwas machen muss. Die Einzäunung des Klettergartens stand da nicht sofort im Fokus der Überlegungen, eher ein Personaleinsatz. Wir haben es mit ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern und durch die Beschäftigung meines Vaters, der am Wochenende kassierte, versucht. An die Gelder, die Sonja durch ihre aufopferungsvolle Tätigkeit eingenommen hat, kamen wir nie heran.

Durch die Corona-Pandemie waren wir gezwungen, den Klettergarten, der als Sportanlage gilt, zu schließen und konnten erst wieder im Mai 2020 öffnen. Das gemeinsam mit der Parkverwaltung entwickelte Hygiene-Konzept sieht unter anderem die provisorische Einzäunung vor, sodass der Zugang kontrolliert und die Rückverfolgung gewährleistet ist. Jeder, der nicht kostenlos klettern durfte, musste bezahlen. Wir erlebten die umsatzstärksten Monate, die wir jemals hatten.

Es war klar, dass Corona uns länger als den Sommer 2020 begleiten wird. Es reifte die Überlegung, das Provisorium in eine feste Zaunanlage umzugestalten, nicht zuletzt auch durch die gestiegenen Einnahmeerfahrungen aus dem Sommer 2020. 

Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust: einmal die Seite des Vorstandes und die des Kletterers. Der Maik als Kletterer denkt darüber nach, im eingezäunten Klettergarten sich wie ein Äffchen im Zoo zu fühlen und die Besucher des Landschaftparks werfen Erdnüsse herein. Durch die Einzäunung werden wir ein Stück Freiheit aufgeben. Normalerweise klettern wir in den Bergen ohne Einzäunung und genießen die Natur.

Maik als Vorstandsmitglied denkt auch an die finanzielle Situation, sodass der Vorstand im Sommer 2020 beim Landschaftpark anfragte, ob eine feste Zaunanlage um den Klettergarten möglich sei. Wir kassierten ein "Nein" vom Landschaftspark. Auslöser für eine erneute Anfrage von Horst war, für die Nach-Coronazeit eine lückenlose Einlasskontrolle samt Gebührenfassung zu erhalten und das wenig attraktive Aussehen des labilen Bauzauns. Unser Vorschlag: Installation eines permanenten Zaunes in der gleichen Machart wie die im Park bereits an anderen Stellen existierenden Zäune. Nach einer Ortsbesichtigung stimmte die Parkverwaltung zu und gab der Bauhütte den Auftrag, den inzwischen fertig montierten Zaun zu installieren.

Wie weit sind die Arbeiten mit der Einzäunung voran geschritten?

Je nachdem, wie schnell die Arbeiten voran schreiten, könnte die Zaunanlage Ende April/Anfang Mai 2021 fertig gestellt sein.

Wie werden die Zugangsregelungen für Besucher unseres Klettergartens sein?

Ich bin da ehrlich: wir wissen es noch nicht genau. Derzeit steht unsere Website auch vor einer Veränderung. Sollten wir nach Beendigung der Ausbauphase der neuen Website in Zukunft soweit sein, dass wir die Zugangsregelung digital und elektronisch gewährleisten können, werden wir dies tun, dazu gehört neben der Bezahlmöglichkeit auch das Ein- und Auschecken. Eventuell ist dies Ende 2021 oder Anfang 2022 der Fall. Noch ist jedoch nichts final beschlossen. Unsere Überlegungen sind ergebnisoffen.

Habt ihr eine Vorstellung, wie die Zwischenlösung aussehen könnte, bis es eine finale Regelung gibt?

Durch die Corona-Pandemie halten wir uns an die gesetzlichen Vorgaben. Wenn die feste Zaunanlage installiert ist, wird der provisorische Zaun abgebaut. Da noch keine abschließende Zutritts- und Bezahllösung gefunden ist, werden wir wie im letzten Jahr agieren. Dies ist von der Corona-Lage abhängig. Derzeit können nur Vereinsmitglieder klettern bzw. den Klettersteig benutzen. Ehrenamtliche Helfer kontrollieren die Zugangsbeschränkung im Rahmen unseres Hygienekonzeptes. Sollten wir unsere Kletteranlage wieder für alle öffnen dürfen, erfolgt auch die Bezahlung über die kontrollierenden ehrenamtlichen Helfer. An dieser Stelle einen riesigen Dank an die vielen Helfer.

Wie viele Sektoren sollen eingezäunt werden?

Es werden die Sektoren 3, 4, 5 und 8 eingezäunt. Wir möchten zunächst die anderen Sektoren, wie Vereinsheim und die Sektoren 1 und 2, weiterhin offen lassen. Wenn die Corona-Zeit vorbei ist, sollen auch wieder Kinder an den Kinderboulderwänden im Sektor 2 klettern können.

Dadurch besteht die Möglichkeit, dass es Personen gibt, die dann ohne Bezahlung in den offenen Sektoren klettern. Habt ihr dies mit bedacht?

Das ist uns bewusst. Es wird jedoch, neben welcher Zugangsregelung auch immer, eine Personenkontrolle geben.

Es gibt ja auch noch die Sektoren 9 und 10. Ich weiß, dass diese an sich letztes Jahr feierlich eröffnet werden sollten. Gibt es neue Planungen für deren Öffnung?

Die Öffnung dieser Sektoren steht noch hinten an. Es müssen noch einige Kletterrouten fertig gestellt werden. Auch sollen die Sektoren vor der Öffnung gereinigt werden. Dafür sind Arbeitseinsätze notwendig, die vielleicht möglich gewesen wären, jedoch muss man nicht immer alles ausreizen, die Gesundheit geht bei uns allen vor. Wir hatten die Hoffnung nie aufgegeben, dass uns die Corona-Regeln erlauben, ein kleines Fest zu veranstalten. Daran ist jedoch derzeit nicht zu denken. Vielleicht ist im Sommer 2021 mehr erlaubt.

Die Sektoren 9 und 10 sind bereits mit Eisentüren verschlossen. Sollen diese beiden Sektoren auch in die noch zu findende finale Zugangsregelung mit eingebunden werden?

Ja.

Vielen Dank für die Zeit, die du dir für unsere Leser genommen hast.

Das Interview führte Oliver Knorre

 

Galerie Klettergarten

© Horst Neuendorf
© Horst Neuendorf
© Horst Neuendorf
© Oliver Knorre
© Oliver Knorre
© Oliver Knorre
© Oliver Knorre
© Oliver Knorre
© Oliver Knorre